Was ist los mit Infoscore? Flasche leer?
Immer wenn man denkt, dass ein Sachverhalt nicht getoppt werden kann, wird man eines besseren belehrt. Erst vor kurzem beschrieb ich in diesem Eintrag, wie die Infoscore Forderungsmanagement GmbH sinnlose Briefe schreibt, obwohl wir die Begleichung der Forderung bereits abgelehnt haben.
Ich hatte eigentlich fast gehofft, dass Sie sich doch noch zu einer Klage durchringen, stattdessen kam heute schon wieder eine neue Forderungsaufstellung. Ich verstehe es nicht mehr. Es macht einfach keinen Sinn mehr. Insbesondere wundert es mich, dass dies bei anwaltlich vertretenen Personen durchgezogen wird. Bei Personen, die keinen Anwalt eingeschalten haben, ist es ja möglich, dass diese einknicken, aber wenn ein Anwalt bereits geschrieben hat, warum die Forderung seiner Meinung nach keinen Bestand hat?
Die einzig sinnvolle Erklärung ist, dass diese ganzen Schreiben, die ja alle keine Unterschrift tragen, wirklich absolut automatisiert sind und dort keiner mehr einen Überblick hat. Irgendein Hilfsarbeiter tütet dann wahrscheinlich einfach jeden Tag 1000 Briefe ein. Die richtige Antwort wäre eigentlich eine negative Feststellungsklage, den Stress und die Kosten, die er vorstrecken müsste, möchte ich ihm aber nicht zumuten. Irgendwann kommt man aber wohl nicht drum herum.
Mit ein wenig Glück bekommt man sie sogar noch bei einer verjährten Forderung mit ner neg. FK dran. Durfte ich letztens bei einem Bekannten erleben. Inkasso fordert bisher nie in Rechnung gestellte Beträge aus 2002. Hinweis auf Verjährung fruchtet nicht. Erst mit neg. FK – nach einigem Vorgeplänkel wie hier – kommt ganz plötzlich das Anerkenntnis. Sie hätten das wohl übersehen…
Mit vollautmatisierten Prozessen kann man viel “Spass” haben. Erinnert mich an die Geschichte (ob wahr oder unwahr sei dahingestellt), daß eine Rechnungssoftware wiederholt Briefe mit immer stärkeren Drohungen an eine Kundin produzierte, in der die Dame aufgefordert wurde, den fälligen Rechnungsbetrag zu zahlen. Nämlich US$0.00 …