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Archiv für 3. September 2008

Google Hammer vs. Google Chrome

3. September 2008 Marian Härtel Keine Kommentare

Kollege Vetter weist auf Probleme mit Googles neuen Browser “Chrome” hin und rezitiert datenschutzrechtliche Bedenken. Ich wurde darauf auf auf Google Hammer aufmerksam gemacht und lasse es ansonsten einmal unkommentiert ;-)

Verbot von Computerspielen – Kultur vs. Bayern

3. September 2008 Marian Härtel Keine Kommentare

Vor eineinhalb Jahren, im Februar 2007, forderte der Deutsche Kulturrat die Politik auf, beim Verbot von Computerspielen nicht über das Ziel hinauszuschießen. Die seit dieser Zeit geführte differenzierte Debatte zu Computerspielen hat populistische Forderungen nach einem Verbot von gewalthaltigen Computerspielen auch für Erwachsene in den Hintergrund treten lassen. Jetzt hat der Bayerische Innenminister Joachim Hermann die Forderung nach Verboten für Computerspiele wieder ins Gespräch gebracht und der Kulturrat, seit kurzem ja neue Heimat des G.A.M.E Branchenverbandes, nimmt in einer Meldung klare Kontrastellung ein.

Jetzt äußerte sich der Kultur in der Pressemeldung wieder zum erneuten Vorstoß des Bayrischen Innenministers.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte:
Eigentlich war die Debatte um das Verbot von gewalthaltigen Computerspielen längst beendet. Sowohl in der Politik als auch in den Verbänden bestand Einvernehmen, dass die Kraft besser in die Ausbildung von Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie in die Auszeichnung guter Computerspiele gesteckt werden sollte, statt in einen Verbotsaktionismus zu verfallen, der in Zeiten des Internets ohnehin schwer durchsetzbar ist. Anerkanntermaßen hat Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten besonders strikte Jugendschutzregelungen und das ist auch gut so. Handlungsbedarf besteht darin, gewaltfreie, anspruchsvolle Computerspiele stärker bekannt zu machen. Der geplante Deutsche Computerspielepreis der Bundesregierung zielt genau in diese Richtung und ist daher eine positive Maßnahme. Dem Vernehmen nach bemüht sich gerade die Bayerische Staatsregierung besonders darum, dass der Preis in München verliehen wird. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach dem Verbot von Computerspielen ein schlechter bayerischer Running Gag in Wahlkampfzeiten.

Des Jesus sein erigierter Penis…

3. September 2008 Marian Härtel Keine Kommentare

… hat jetzt sogar mich beschäftigt. Und um anderslautenden Gerüchten vorzubeugen, ist daran nicht meine sexuelle Orientierung schuld. Vielmehr geht es um diesen Sachverhalt. In England nahmen wohl einige Christen den erigierten Penis an einer Jesusstatue zum Anlaß Sodom und Gomorrha bei den Briten zu prophezeien.

Prompt rief mich eine Journalistin aus dem schönen Hause Holtzbrinck an und wollte wissen, ob dies auch in Deutschland möglich sei. Nun, da ich ihr erst einmal erklären musste, was der grundlegende Unterschied zwischen Strafrecht, Zivilrecht und Verwaltungsrecht ist, um sie auf die Spur zu bringen, dass entfernt die Grundrechte bei der Frage auch eine Rolle spielen könnten, wollte ich  $ 166 StGB  dann am Telefon – und auch noch kostenlos – doch nicht durchsubsummieren, habe aber hoffentlich trotzdem bei der Guten  ein paar Mißverständnisse aufgeklärt. Mal sehen ob der Holtzbrick-Verlag jetzt eher das Fähnchen der Kunst- oder Religionsfreiheit hochhält. Ich bin ja gespannt ;)

Telekommunikationsunternehmen – oder wie man den Glauben an das Gute im Menschen verlieren kann

3. September 2008 Marian Härtel 4 Kommentare

Abgesehen von der Tatsache, dass ich irgendwann wahrscheinlich nur noch bei der Deutschen Telekom einen Telefonanschluss bekomme – und das auch nur, weil sie mich anschließen müssen, verliert man bei der aktuellen Situation rund um Telekommunikationsanbieter langsam den Glauben an das Gute im Menschen oder in Unternehmen.

Warum scheint es inzwischen Standard zu sein, seine eigenen Kunden an der lange Leine zu halten, sie mit unwirksamen Regelungen zu hintergehen, Gutschriften, die man ihnen selber zugesichert hat, nicht auszuzahlen, trotz nicht funktionierender Telefonanschlüsse Kündigungen nicht zu akzeptieren und auch die Telefonnummern nicht freizugeben oder beispielsweise über Monate nicht fähig zu sein, einen Anrufbeantworter zu deaktivieren?

Schreiben von Mandanten helfen nie und werden wohl schon von der Empfangsdame geschreddert – erst wenn der anwaltliche Brief kommt, dann wird – hin und wieder – reagiert und plötzlich ist eine kulante Lösung denkbar. Seltsames Geschäftsgebahren ist das doch, oder?

Ich hoffe, mich fragt in Zukunft keiner mehr, welchen Telefonanbieter ich empfehlen kann, ich wüßte keine Antwort und könnte im Notfall nur noch zu dem einzigen tendieren, der nicht gleich mit Unterschrift zu 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit nötigt.

Zahl der Phishing Opfer in 2007 stark angestiegen

3. September 2008 Marian Härtel Keine Kommentare

Deutlich mehr Internetnutzer sind im vergangenen Jahr Opfer von Passwort-Betrügern geworden. Die Zahl der Phishing-Fälle beim Online-Banking ist erneut stark gestiegen “ um 25 Prozent. Das geht aus einer Hochrechnung BITKOM hervor, die sich auf die neuesten Daten der Landeskriminalämter stützt. Bundesweit hoben Kriminelle in mehr als 4.100 Fällen rund 19 Millionen Euro von Konten der Geschädigten ab. Die Schadenssumme liegt um ein Viertel höher als 2006.

2008 ist erstmals seit Jahren ein Rückgang der Phishing-Zahlen möglich. Da noch nicht alle teilnehmenden Bundesländer Zahlen für dieses Jahr genannt haben, handelt es sich aber um eine vorläufige Prognose. Statistisch gesehen ist sogar eine Halbierung der Fallzahlen denkbar. Auch die durchschnittliche Schadenshöhe nimmt demnach ab: Waren es 2006 und im vergangenen Jahr noch rund 3.700 Euro, so fehlen dieses Jahr nach jeder illegalen Überweisung im Schnitt etwa 3.200 Euro. In manchen Fällen gelingt es, betrügerische Überweisungen zu stoppen oder das Geld zurückzubuchen.

Ein Grund für die bislang steigende Zahl der Phishing-Opfer sind immer effizientere Betrugsmethoden. Die meisten Betrüger setzen nicht mehr auf einfache E-Mails mit Links zu gefälschten Bank-Seiten, wo arglose Nutzer selbst ihre Kontodaten eingeben. In mindestens drei von vier Fällen, so eine BITKOM-Schätzung, schicken Kriminelle per E-Mail ein žTrojanisches Pferdœ “ ein Schadprogramm, das Geheimzahlen im Hintergrund ausspäht und weiterleitet. Eine andere Art von Schadprogrammen leitet die Nutzer beim Online-Banking heimlich auf gefälschte Seiten weiter.

Zwar erstatten viele Banken einen Phishing-Schaden, wenn der Nutzer nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Ob die Kunden einen Anspruch darauf haben, ist in der Rechtsprechung aber nicht eindeutig. Vorsorge ist deshalb unverzichtbar.

Der BITKOM gibt in seiner Meldung gleich an paar Anti-Phishing-Tipps, die man beherzigen sollte.

1. Gesundes Misstrauen bei E-Mails

Banken bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind immer gefälscht: Am besten sofort löschen. Das gleiche gilt für dubiose E-Mails von Unbekannten “ vor allem, wenn eine Datei angehängt ist. Dahinter könnte ein Schadprogramm stecken, zum Beispiel ein Phishing-Trojaner. Solche verdächtigen Dateien auf keinen Fall öffnen! Auch dann nicht, wenn in der E-Mail mit einer Kontosperre gedroht wird. Solche Einschüchterungen zählen zum Arsenal von Betrügern, um Bankkunden unter Druck zu setzen. PC-Nutzer sollten Drohungen ignorieren und Phishing-Mails nie beantworten.

2. Den Computer vor Schädlingen schützen

Eine gute Sicherheitsausstattung ist entscheidend. Ein Anti-Viren-Programm und eine so genannte Firewall, die den PC vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützen, müssen vor der ersten Web-Sitzung installiert werden. Für diese Programme und das Betriebssystem des PCs werden regelmäßig Aktualisierungen angeboten. Nutzer sind gut beraten, die Updates umgehend zu installieren “ am besten automatisch. Öffentliche Computer oder Internet-Cafés sind für Bankgeschäfte wenig geeignet.

3. Vorsicht beim Aufruf der Bank-Webseite

Beim Online-Banking sollte man die offizielle Adresse der Bank immer direkt eingeben oder über eigene Lesezeichen (Favoriten) aufrufen. Maßgeblich ist die Adresse, die die Bank in ihren offiziellen Unterlagen angibt. Die Verbindung zum Bankcomputer muss verschlüsselt sein. Das ist erkennbar an den Buchstaben žhttpsœ in der Web-Adresse und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Programm (Browser). Zukünftig erkennen Verbraucher sichere Webseiten auch an einer grün hinterlegten Adresszeile, wenn sich der Betreiber vorab einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat.

4. Moderne Transaktions-Verfahren nutzen

Für Überweisungen und andere Kundenaufträge sind Transaktionsnummern (TANs) nötig. In den Anfängen des Online-Bankings konnten die Nutzer einen solchen Code aus einer Liste frei wählen. Sicherer ist das iTAN-Verfahren, bei dem die Codes nummeriert sind. Ein Zufallsgenerator der Bank bestimmt, welche TAN aus der Liste eingegeben werden muss. Noch weniger Chancen haben Kriminelle beim mTAN-Verfahren: Die Transaktionsnummer wird dem Kunden aufs Handy geschickt und ist nur wenige Minuten gültig. Weitere aktuelle Schutzverfahren sind eTAN und HBCI, bei denen der Kunde als Zusatzgeräte einen TAN-Generator oder ein Kartenlesegerät nutzt. PC-Nutzer sollten ihre Bank fragen und möglichst auf die modernsten Verfahren umstellen.